| "Wir wohnen sehr ruhig und fernab von allem in Neubabelsberg" - so schreibt Konrad Adenauer noch Anfang Juni 1934 in einem Brief
aus seinem Domizil in der Augustastraße (heute Rosa-Luxemburg-Straße). Doch schon Ende des Monats wird er dort von einem Gestapo-Beamten
verhaftet. Einige Tage später kehrt er nach Haft und Verhören zurück. Danach beginnt er, für sich und seine Familie die Rückkehr
ins Rheinland zu betreiben.
Das Haus wurde 1923 erbaut. Bauherr war Paul Wiener, ein jüdischer Möbelfabrikant, Architekt Jean Krämer, der später in Berlin für die
Straßenbahngesellschaft in expressionistischem und neusachlichem Stil u.a. Betriebsbahnhöfe mit integrierten Wohnanlagen baute. Unmittelbar
nach der Kapitulation Deutschlands 1945 wird das Haus bis 1949 Sitz der russischen Kommandatur. In den fünfziger Jahren beherbergte
es das Internat der Schule für Richter, später die Forstverwaltung des Bezirkes Potsdam/DDR.
Die Galerie BAUSCHER eröffnete ihre Räume in diesem geschichtsträchtigen Haus im November 1993. Auf rund 500 Quadratmetern, über drei Etagen verteilt, werden
pro Jahr vier bis sechs Ausstellungen gezeigt.
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